Darmspiegelung

Die Untersuchung

Die komplette Dickdarmspiegelung gilt als Untersuchung der Wahl (Goldstandard) zum Erkennen von Dickdarmkrebs und seinen Vorstufen (Polypen/Adenome). Sie besitzt als einzige Methode die Möglichkeit der Entfernung von Polypen vor ihrer Entartung (Polypektomie, Mukosektomie).

Die Darmspiegelung gewinnt als Vorsorgeuntersuchung ab dem 55. Lebensjahr zunehmend an Bedeutung.

In Deutschland werden ca. 60.000 Neuerkrankungen an Darmkrebs pro Jahr diagnostiziert. Es ist das zweithäufigste Karzinom. Bislang wird die Darmspiegelung nur von 10% der Bevölkerung genutzt.

Darm
Polyp

Die Abführmaßnahmen werden am Vortag schonend zu Hause durchgeführt. Die Untersuchung erfolgt auf Wunsch in „Sedierung” (Dormicum®, Propofol® oder Ketanest®) unter professioneller Überwachung mit dafür speziell ausgebildetem Personal. Bei komplexen Eingriffen ist eine stationäre Weiterbehandlung oder Überwachung im Anschluss an die Untersuchung sofort möglich.

Das schmerzlose Abtragen der Vorstufen (Polypen) wird in der Regel in der gleichen Sitzung der Darmspiegelung vorgenommen. Dadurch kann die Entstehung von Darmkrebs zu über 90% verhindert werden.

Vor der Untersuchung findet ein persönliches Aufklärungsgespräch statt. Am gleichen Tag wird der Befundbericht an Ihren Hausarzt per Fax übermittelt. Bestehen noch weitere Fragen können diese in einem Abschlussgespräch geklärt werden.

Ist eine Polypenabtragung erfolgt, erhalten Sie zur Sicherheit ein Informationsblatt mit Verhaltensanweisungen und Notfall-Telefonnummern.